Klangpfad Beucha

 

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3. Beuchaer Klangpfad

26.9.2021 - Start 15 Uhr an der Bergkirche Beucha

Der Beuchaer Kirchbruch mit seinen Felswänden, romantischen Aussichten, der herzförmigen Wasserfläche sowie dem weithin sichtbaren Ensemble aus Bergkirche und Wasserturm ist das Wahrzeichen und die Landmarke des Parthedorfes Beucha.

Unter der Regie des Klangkünstlers Erwin Stache wird der Klangpfad Beucha, der um den ehemaligen Steinbruch führt, als Gesamtkunstwerk erlebbar. Am Anfang an der Kirche und am Ende am Parkplatz werden die Zuschauer direkt mit der typischen Bühne-Publikum-Situation konfrontiert, während beim Rundgang eine ganz andere Darbietung erfolgt. Die Akteure musizieren eher kontemplativ in einer Haltung zur Natur gerichtet. Sie spielen mit der Situation und mit dem Ort, so als würden sie es jeden Tag als eine Art Meditation durchführen. Das Publikum erlebt die Situation als eine Verschmelzung zwischen Natur und Klang. Die Musiker und Akteure spielen zu den Bäumen, Büschen, Feldern, zum Wasser, zu Felswänden und schaffen so eine Beziehung zur Natur. Sie werten damit die an sich schon beeindruckende Kulisse auf. Das Publikum bleibt Beobachter und bekommt zum beschaulichen Aspekt auch noch einen akustischen Reiz hinzu. Ab und zu gibt es auch Möglichkeiten, selbst musikalisch tätig zu werden und zu interagieren.

An der Bergkirche geht es mit einem Geigenquartett, bestehend aus vier Gewandhausmusikern, los. Bei der oberen Mauer sind zwei sich drehende Megaphone an hohen Stativen installiert, die einen "bedeutungsvollen" Dialog über das Wasser flüstern. Leute mit interaktiven Lautsprecherrucksäcken, die jeden Schritt in einen Ton umwandeln, schaffen mit Glockenklängen, Dampfpfeifen, Lautmalereien und Naturgeräuschen eine ganz spezielle Situation auf dem Kirchberg. Während des Rundgangs kann man dann an lauschigen Plätzen Musik hören und klangpoetische Aktionen erleben, so z. B. ein Harmonium auf der Lichtung, Metallophone im Gehölz, Obst, welches Musik machen kann, eine Telefonschlagzeugzentrale, eine Sängerin, die zu einer elektronischen und klavierspielenden Sackkarre Lieder singt, Jazzgeigenimprovisationen, ein Klangarbeitstisch, Kuckucksuhren mit Orgelpfeifen in den Bäumen und Lautsprechercollagen. Am Ende sammeln sich die Musiker auf dem gegenüberliegenden Parkplatz am Physik- Observatorium von Dietmar Pfennig, der wie letztes Jahr mit zahlreichen technischen Experimenten Groß und Klein beeindruckt. Das Ensemble Atonor setzt den Schlusspunkt der Aktion. So lässt die Klangpfad-Inszenierung unterhaltsame und gleichsam überraschende Impressionen eines besonderen Ortes und seiner Geschichte entstehen.

Mitwirkende:

Dorothea Vogel, Andrea Pleß, Veronika Starke, Bernadette Wundrak - Gewandhausmusiker - Geigenquartett
Cornelia Schneider und Chor, Harmonium und Gesang
Tim Helbig, Baumglocken, elktronisches Ensemble
Jan Witt, Thereminobstanordnung
Ferdinand Störel, Telefonklangzentrale
Benjamin Stache, Constantin Suppee, Klangarbeitstisch
Marie Nandico, Gesang und Musiksackkarre
David Cribb, (Gewandhausmusiker) Tuba
Knut Müller, Erwin Stache - Lautsprecherinstallationen
Felix Klingner, Geige und Effekte
Dietmar Pfennig, physikalisch-musikalische Experimente
Atonor, Telefonbeat u.a.
Installationen: Kuckucksuhrenorgel, sich drehende Megaphone, interaktive handflächen, zehn Lautsprecherboxen, versteckt zwischen den Bäumen.

Regie und Objekte: Erwin Stache



geförfert von:



Landkreis Leipzig
Stadt Brandis
Zweckverband Kulturraum Leipziger Raum